Ein Norddeutscher im Exil
Ein neues Universum tut sich auf
Vor ein paar Wochen war es endlich soweit: “Stargate: Universe” startete in Deutschland. Und ich ließ es mir natürlich nicht nehmen, mir den Piloten anzuschauen. Der ist zwar eine Weile her, aber mittwochs ist nicht unbedingt mein Fernsehtag
Alles beginnt mit einer etwas ruppigen Anfangssequenz: Man sieht einen Soldaten, der plötzlich durch das Sternentor in einen dunklen Raum fällt. Und kurz danach fallen immer mehr Leute in diesen Raum – der sich später als ein Raumschiff, die “Destiny”, herausstellt.
Auch wenn ich “Lost” nie gesehen habe, stellenweise hat mich der Pilot von “Stargate: Universe” ein bißchen daran erinnert – warum weiß ich nicht. Aber auch an “Star Trek: Voyager” gibt es Anleihen: Die “Destiny” befindet sich Milliarden Lichtjahre von der Milchstraße entfernt in einer unbekannten Galaxie und folgt einem fest einprogrammierten Kurs durch das All. Sie springt regelmäßig in den Hyperraum und macht immer mal wieder einen Halt von 12 Stunden – das erfährt man aber erst am Ende des Pilotfilms.
Ein großes Problem stellt sich für die bunt gemischte Crew der “Destiny” – darunter mehrere Soldaten, ein Wissenschaftler, ein Politiker, dessen Assistentin und Tocher und ein jugendliches Mathegenie – schon kurz nach der Ankunft: Die “Destiny” ist nämlich in keinem guten Zustand. Die Hülle bricht auseinander, die Energievorräte sind fast aufgebraucht und die Lebenserhaltungssysteme drohen zu kollabieren. Von den mangelnden Nahrungs- und Wasservorräten ganz zu schweigen. Natürlich ist der Rückweg zur Erde abgeschnitten…
Schon recht früh fällt auf, dass “Universe” versucht, von den Charakteren zu leben. Das Ganze gelingt auch verhältnismäßig gut – die Charaktere, die in der ersten Folge auftreten und “Screentime” bekommen, scheinen durchaus gut gezeichnet – vom ambitionierten Wissenschaftler über das jugendliche, durch Zufall in die Crew gekommene Mathegenie bis hin zum fähigen Nachwuchsoffizier, der Verantwortung zu übernehmen versucht. Dabei wird schon in der Pilotfolge gegenüber “SG-1″ und “Atlantis” eines klar: das “Stargate”-Franchise wird zunehmend düsterer. War “Atlantis” im Vergleich zu “SG-1″ schon von einer härteren Gangart geprägt, legt “Universe” nochmal eine Schippe drauf.
Für mich hielt der Pilotfilm leider nicht so ganz, was ich mir erhofft hatte: der Einstieg war zu drastisch (plötzlich waren die Charaktere da und man musste ohne große Erklärungen auskommen) und die Handlung vorest zu unübersichtlich – was wohl vor Allem daran lag, dass die erste Hälfte aus einer Mischung aus Realtime-Sequenzen und Rückblenden bestand. Dennoch kam zum Ende hin deutlich eine gewisse Spannung auf – so frage ich mich natürlich inzwischen, wie es mit der “Destiny” und ihrer unfreiwilligen Crew weitergeht…
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