Ein Norddeutscher im Exil
Christliches
Eva Herman, die Loveparade und Sodom und Gomorrha
11. Aug
Ich habe mich hier im Blog ja schon öfter als gläubiger Christ geoutet. Ich glaube an die Bibel als Gottes Wort und habe klare christliche (heute würde man sagen “konservative”) Wertevorstellungen. Und von diesem Standpunkt aus war ich auch interessiert daran, was Eva Herman denn als Kommentar auf der Webseite ihres Verlags über die Loveparade zu sagen hatte.
Unter dem Titel “Sex- und Drogenorgie Loveparade: Zahlreiche Tote bei Sodom und Gomorrha in Duisburg” beschrieb sie vor Allem, dass der Begriff “Liebe”, den die Loveparade sich ja als Motto gewählt hatte, für diese Party völlig deplaziert sei. Vielmehr sei die Loveparade ein einziger Exzess gewesen, mit jeder Menge Drogen, Alkohol und Sex. In etwa so hat sie es ausgedrückt, und ihren Unmut darüber geäußert. Bei ihren Beschreibungen musste ich unter Anderem an die Szenen denken, die beim Tanz um das goldene Kalb (vgl. 2. Mose 32) – in der Verfilmung mit Charlton Heston als Mose in der Hauptrolle wurde ein ähnlich ausschweifendes Fest beschrieben wie die Loveparade. Mose war damals sehr aufgebracht, und nur durch seine Fürbitte konnte Schlimmes vom Volk Israel abgewendet werden.
In einem der letzten Sätze erwähnt Herman, dass möglicherweise “ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen (haben), um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen” – womit sie wahrscheinlich die Massenpanik bei der Loveparade 2010 als göttliche Strafe bezeichnen wollte. Dieses Zitat, dass massenhaft durch alle möglichen Medien ging, hat mich überhaupt erst auf den oben verlinkten Text von Herman aufmerksam werden lassen. Ich störe mich etwas an Hermans Auffassung vom Wesen Gottes: sie vertritt eher einen Gott mittelalterlicher Vorstellung – einen strafenden, rachsüchtigen, wenig Gnade zeigenden Gott, der jederzeit nur auf die Gelegenheit wartet, sein Volk für seine Übertretungen zu strafen. Liebe Frau Herman, das ist nicht der Gott, den ich kenne.
Zugegeben, im Alten Testament, also zum Beispiel beim goldenen Kalb oder bei Sodom und Gomorrha, hat Gott auch gestraft. Die bekannteste Strafe ist wohl das “absaufen lassen” der kompletten Menschheit exklusive Noah und seiner Familie. Aber seit etwa 2.000 Jahren handelt Gott anders. Er bestraft nicht mehr. Warum auch – schließlich hat er in Person seines Sohnes Jesus Christus die Schuld der gesamten Menschheit, von Anbeginn der Zeit bis zum jüngsten Gericht, auf sich genommen. Gott benutzt nicht mehr die Peitsche – vielmehr ist er uns entgegen gekommen. Jesus hat – wenn man so will – durch seinen Tod am Kreuz zu jedem einzelnen gesagt: “Komm, ich stehe für dich gerade, dann ist alles vergeben und vergessen.” DAS ist die wahre Botschaft des Christentums.
Ohne Zweifel mag Gott solche – im wahrsten Sinne des Wortes – rauschenden Feste wie die Loveparade nicht unbedingt. Deshalb würde er aber nicht einen einzigen Menschen dort mehr töten oder strafen. Die Zeiten sind vorbei – wir sind im Moment in der sogenannten “Gnadenzeit”. Und Gott bietet jedem Einzelnen seine Hand, seine Freundschaft an. Es liegt an uns, ob wir diese Freundschaft annehmen.
Ein ehrliches Gebet
01. Jul
Beim Wegbegleiter habe ich vor einiger Zeit ein Video entdeckt, das ich so nie erwartet hätte. Es ist ein Song des Rappers Sido mit einem Inhalt, der mich nachdenklich stimmt.
Ich hätte so etwas vom Rapper Sido nie erwartet. Er gibt hier im Grunde seine Erfahrungen mit Gott wieder (in frommen Kreisen sagt man gerne Zeugnis geben dazu). Und die Erfahrungen, die er wiedergibt, treffen mein Herz.
Ich habe diesen Eintrag “Ein ehrliches Gebet” genannt, weil es genau das ist: ein Gebet. Auch wenn Sido im Text etwas anderes behauptet. Für mich ist ein Gebet ein Gespräch mit Gott. Und dieser Gott hört immer zu.
Ich finde es krass, dass Sido in diesem Text genau erkannt hat, wie Gott tickt: bist du agressiv, ja, fängst du sogar an, dich mit Gott zu streiten, sagt er “Macht nichts” und ist immer noch für dich da. Ich habe das selbst schon erlebt. Ich habe Gott schon oft Dinge an den Kopf geworfen, die viele Menschen schwer verletzt hätten. Ich habe ihm vorgeworfen, mich alleine zu lassen und sich nicht um mich zu kümmern. Ich habe ihm sogar an den Kopf geknallt, dass er mich nicht liebt. Für eine Beziehung eigentlich das Todesurteil.
Aber bei Gott ist das nicht so. Er nimmt uns in den Arm, wenn wir ihn beleidigen. Er hört uns an, wenn wir ihm Vorwürfe machen. Er bleibt ruhig, wenn wir uns mit ihm streiten. Und hinterher, wenn wir uns Vorwürfe machen, dass wir diese Dinge getan haben, sagt er: “Macht nichts”. Vergeben und vergessen. Wenn wir, so wie Sido in diesem Lied, mit ehrlichem Herz wieder auf Gott zugehen.
Gleichzeitig macht ausgerechnet Sido es den Christen vor, wie ein richtiges Gebet aussieht. Er betet zwar auch für sich, aber nicht nur. Er sagt Danke für das, was Gott bisher in seinem Leben bewegt hat. Und er bittet Gott darum, anderen seinen Segen zu geben. Anderen so zu helfen, wie er ihm selbst geholfen hat. Vielleicht macht er das, weil er ganz gut erkennen kann, was in diesen Menschen vorgeht, wenn er sagt: “Ich kann sie laut hören. Sie wollen sich mit Dir streiten.” Er bittet Gott, auch ihnen zu helfen. Damit zeigt er das, was viele als die wichtigste Tugend eines Christen ansehen: er zeigt Nächstenliebe.
Sido ist für viele Jugendliche eine Art Idol, soviel ist sicher. Und vielleicht hatte dieser Song ja in Glaubenshinsicht Folgen…
Projekt 42: Salz
17. Mrz
Salz. Dabei denke ich unvermittelt und ohne dass ich etwas dagegen tun kann sofort an Jesu Worte: “Ihr seid das Salz der Erde” (nachzulesen in Matthäus 5, Vers 13). Aber was hat es damit auf sich, wenn Jesus vom “Salz der Erde” spricht?
In der Volxbibel steht die Stelle wie folgt:
“Ihr seid so wichtig, wie Salz wichtig ist für diese Welt. Ohne euch würde nichts mehr richtig schmecken. Das ist so: ihr seid wie ein Kühlschrank für diese Welt, denn ohne euch würde alles vergammeln. Aber wenn Salz lasch geworden ist und nicht mehr salzt, und ein Kühlschrank kaputt ist und nicht mehr kühlt, gehört beides auf den Müll, damit es dort restlos entsorgt wird.”
Im alten Israel um die Zeit Jesu herum wurde Salz nicht nur zum Würzen, sondern auch als Mittel zur Haltbarmachung von Speisen verwendet – hat man Fleisch oder Fisch übrig gehabt, hat man es oft einfach eingesalzen. So wurde das Fleisch oder der Fisch sehr lange haltbar. Noch heute kennt man das als “Pökeln”. Eine Rolle des Salzes zur damaligen Zeit, die aber in der Volxbibel nicht erwähnt wird, ist aber auch das Düngen – konnte man Salz für sonst nichts gebrauchen, so warf man es auf die Felder. In vielen Bibelübersetzungen wird gesagt, dass das Salz “auf die Straße” geworfen wird, wo es die Leute zertreten – es ist also nicht einmal mehr als Düngemittel gut.
Jesus hebt die Rolle der Christen in dieser Bibelstelle hervor. Sie sollen so etwas sein wie die Würze in ihrer Umgebung – Salz würzt das Essen, und oft schmeckt eine Speise ohne zumindest eine kleine Prise Salz nicht wirklich gut. Salz macht also einen deutlichen Unterschied.
Genauso sollen Christen einen Unterschied machen in ihrer Umwelt. Jeder Mensch hat ja sein ganz persönliches Umfeld, in dem er wirken kann. Sei es auf der Arbeit, im Freundeskreis oder in der Familie. Überall begegnen wir Menschen. Zu diesen Menschen bauen wir auch Beziehungen auf, das passiert in der Regel vollautomatisch. Nach und nach bilden sich auch Vertrauensverhältnisse, und mit manchen dieser Menschen sind wir irgendwann eng befreundet. In diesen Beziehungen fangen wir an, einen Unterschied zur restlichen Welt zu machen. Indem wir das leben, was Jesus uns erzählt hat, wirken wir auch auf unser Umfeld. Das heißt jetzt nicht, dass wir sofort rausrennen und jedem von Jesus erzählen (manche haben das Talent, ich nicht) – einfach einen Unterschied in unserer Lebensweise machen reicht oft schon, um Neugier und Interesse zu wecken.
Salz macht aber auch haltbar. Oder wie die Volxbibel als Beispiel nimmt: der Kühlschrank hält frisch. Für uns Christen heißt das auch, dass wir versuchen sollen, seine Botschaft an uns zu bewahren, sie frisch zu halten. Wenn wir das Thema der Beziehungen aufgreifen, dann können wir, wenn wir Neugier über das, was uns prägt, geweckt haben, hier anfangen, von Jesus zu berichten. Eine Botschaft lebt nämlich nur weiter, wenn sie auch weitererzählt wird – Grimms Märchen hätte es nie gegeben, wenn die Menschen früher ihre volkstümlichen Geschichten nicht immer und immer wieder erzählt hätten. Heute fällt es uns viel leichter, Botschaften, Geschichten, Nachrichten aufzubewahren, aber wirklich frisch bleiben diese dadurch nicht – sie “vergammeln”. Nur durch das beständige weitererzählen können wir die Botschaft von Jesus “frisch halten”.
Dann ist da noch die in der Volxbibel leider fehlende Funktion des Düngens. Wenn wir wollen, dass eine Pflanze wächst, müssen wir natürlich dafür sorgen, dass sie genug Nährstoffe erhält – genauso ist es auch im Glauben. Wenn wir in jemandem den Keim des Glaubens gesät haben und er langsam heranwächst, dürfen wir diesen Menschen auch nicht einfach fallen lassen und ihn sich selbst überlassen. Was mit einer Pflanze, die man nicht gießt oder düngt, passiert, ist bekannt – sie verdorrt und vertrocknet, irgendwann ist sie tot. Genauso sieht es mit dem Glauben von Menschen aus. Wenn wir einen Menschen, der gerade anfängt zu glauben, alleine lassen, dann wird sein Glaube eingehen und sterben – nicht wirklich im Sinne des Erfinders. Wir Christen haben also eine dreifache Verantwortung: wir sollen einen Unterschied für unsere Mitmenschen machen, wir sollen ihnen von Jesus erzählen UND wir sollen andere Menschen nicht einfach allein lassen mit ihrem Glauben.
Minarette und Kirchtürme
05. Dez
In Deutschland gibt es ja eine schöne Tradition: Jeden Sonntag Morgen wird geläutet. Von meterhohen Türmen, in deren Inneren sich einige Glocken befinden. Das Läuten ruft die Gläubigen, denn es leitet den bevorstehenden Gottesdienst ein. Und das schon seit hunderten von Jahren. Und jede Stunde läutet die moderne Kirchturmglocke, um den Menschen zu sagen, wie spät es ist.
In islamischen Ländern gibt es auch eine schöne Tradition: Jeden Freitag wird gesungen. Von meterhohen Türmen, an dessen Spitze ein Muezzin steht. Das Singen ruft die Gläubigen, denn es leitet das bevorstehende Freitagsgebet ein. Und das schon seit hunderten von Jahren. Auch zu anderen Tageszeiten ruft der Muezzin, um die Gläubigen an ihr Gebet zu erinnern.
Die beiden Absätze ähneln sich sehr. Denn das muslimische Freitagsgebet und der christliche Gottesdienst sind auch sehr ähnliche Traditionen, für die jeweiligen Gläubigen sind es die wichtigsten Punkte der Woche. Islam und Christentum gehören mit dem Judentum zu den sogenannten abrahamitischen Religionen, was ihre Ähnlichkeit zueinander in der Ausübung ihres Glaubens erklärt.
Politisch gesehen stellen sich den Gläubigen oft Steine in den Weg – in vielen Ländern der Welt werden Christen systematisch oder unsystematisch unterdrückt und verfolgt, in vielen westlichen Ländern sind Muslime inzwischen nicht selten bewussten oder unbewussten Repressalien ausgesetzt, und vom schon jahrhunderte alten Antisemitismus brauche ich ja gar nicht erst zu reden.
In der Schweiz ist vor Kurzem ein Referendum durchgeführt worden, dass genau dies wieder in Erinnerung ruft: die schweizer Bevölkerung hat sich gegen den Bau von Minaretten in ihrem Land ausgesprochen. Diese Entscheidung hat national wie international Einiges an Aufsehen erregt, so zum Beispiel auch in der Türkei. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan erklärte, dass “die religiösen Minderheiten in der Türkei mehr Rechte als in Europa” hätten und verglich diese Abstimmung der Schweizer mit Faschismus. Damit schwang Erdogan sich zumWortführer der islamischen Welt gegen diese schweizer Entscheidung auf. Aber ist in der Türkei wirklich alles Gold, was glänzt?
Die Türkei steht sehr stark in der Tradition des sunnitischen Islam. Dabei stehen die Religionsgemeinschaften streng unter staatlicher Aufsicht. Für den sunnitischen Islam gibt es in der Türkei sogar eine eigene Behörde, das “Präsidium für Religionsangelegenheiten” (alles nachzulesen hier). Christen hingegen haben es in der Türkei schwer. Obwohl die Region, in der sich die Türkei befindet, einige der ersten christlichen Gemeinden (zum Beispiel in Antiochia, heute Antakya) beherbergte, gibt es in der Türkei heute nur nich knapp 120.000 Christen (0,02% der Gesamtbevölkerung). Obwohl im Vertrag von Lausanne 1923 unter Anderem Christen und Juden Minderheitenrechte zugesprochen wurden (es werden in der Türkei nur die Griechisch-Orthodoxe und die Armenisch-Apostolische Kirche als christliche Konfessionen anerkannt), ist der Gebrauch dieser Rechte durch die türkische Gesetzgebung nur begrenzt möglich. Immer wieder kommt es zu Anschlägen auf Christen (auch Christen aus dem Ausland) oder christliche Einrichtungen. Des Weiteren durften christliche Gemeinschaften in der Türkei lange Zeit keine eigenen Gebäude oder Grundstücke besitzen oder erwerben. Dementsprechend auch keine Kirchen, geschweige denn Kirchtürme, bauen. In diesem Artikel der Stuttgarter Nachrichten erfährt man noch einige andere interessante Fakten.
Und in diese Situation hinein behauptet Erdogan nun, in der Türkei hätten religiöse Minderheiten mehr Rechte als in Europa. Ich sehe das so, als ob jemand im Glaushaus sitzt und dabei mit Steinen wirft. Vielleicht sieht Erdogan die Fälle nicht, in denen Christen in der Türkei Repressalien ausgesetzt sind, vielleicht aber “vergisst” er sie auch völlig absichtlich. Und unter einer solchen Voraussetzung verhandelt die Türkei seit 2005 mit der EU um einen Beitritt.
Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht unbedingt der Ansicht, dass das Ergebnis des schweizer Referendums richtig war (hierzulande kann ich mir z. B. auch nur schwer Minarette mit Muezzinen vorstellen). Es geht mir hier einzig um die Tatsache, dass der Ministerpräsident eines Landes ein anderes für etwas kritisiert, dass in seinem eigenen Land umgekehrt Gang und Gäbe ist. Jesus sagte schon:
“Warum regst du dich über einen Splitter im Auge deines Nächsten auf, wenn du selbst einen Balken im Auge hast? Mit welchem Recht sagst du: ‘Mein Freund, komm, ich helfe dir, den Splitter aus deinem Auge zu ziehen’, wenn du doch nicht über den Balken in deinem eigenen Auge hinaussehen kannst? Du Heuchler! Zieh erst den Balken aus deinem eigenen Auge; dann siehst du vielleicht genug, um dich mit dem Splitter im Auge deines Freundes zu befassen.”
(Matthäus 7:3-5, Neues-Leben-Übersetzung)
Diese Verse kann man prima auf die aktuelle Situation anwenden (und da sage mal einer, die Bibel habe keinen aktuellen Bezug
). Erdogan und die Türkei sollten zunächst die Situation der religiösen Minderheiten in der Türkei (unter Anderem auch der alevitischen Muslime) verbessern, bevor sie andere Länder für ihr Vorgehen kritisiert. Ich beschwere mich doch auch nicht bei meinem Nachbarn, weil er den Rasen wieder nicht gemäht hat, wenn ich selbst meinen Garten verwildern lasse.
Eine Anmerkung sei noch erlaubt: Ich beziehe mich hier einzig und allein auf die Situation von Christen in der Türkei und die Tatsache, dass Erdogan offenbar mit zweierlei Maß misst. Ich wollte nicht in den allgemeinen Tenor “Wie die uns, so wir denen” mit einsteigen, der von diesem Artikel auf Spiegel Online aufgegriffen und kritisiert wird. Obwohl ich gläubiger Christ bin, lasse ich Muslimen ihre Religion und sehe auch nichts Schlimmes dabei, wenn sie diese ausüben – unter der Voraussetzung, dass sie respektvoll mit ihrer Umgebung umgehen. Respektlosigkeit und Intoleranz kann ich übrigens bei Christen auch nicht leiden.
Komisch…
09. Feb
Folgenden Text habe ich neulich per E-Mail bekommen und entschieden, ihn hier zu veröffentlichen. Die im Text erwähnte Geschichte soll übrigens wirklich passiert sein.
Komisch, dass 100 Euro so viel scheinen wenn man sie in der Kirche/Gemeinde gibt, aber so wenig, wenn man shoppen geht.
Komisch, wie lange es dauert Gott eine ganze Stunde lang zu dienen, aber wie schnell 90 Minuten Fußball umgehen.
Komisch, wie lange ein paar Stunden in der Kirche/Gemeinde sind, aber wie kurz das ist, wenn man einen Film guckt.
Komisch, dass wir oft nicht wissen worüber wir beten sollen, aber dass wir unserem Freund oder unsere Freundin immer etwas zu erzählen haben.
Komisch, dass es so spannend ist wenn das Fußballmatch in die Verlängerung geht und wie wir seufzend auf unsere Uhr gucken wenn der Gottesdienst etwas länger dauert als sonst.
Komisch, wie schwierig es ist ein Kapitel aus dem Wort Gottes zu lesen, aber wie einfach es ist 100 Seiten aus einem Bestseller zu verschlingen.
Komisch, dass Menschen in einem Konzert liebend gerne in der vorderen Reihe sitzen möchten und sich in der Kirche/Gemeinde in die letzte Reihe quetschen.
Komisch, dass wir für eine kirchliche/gemeindliche Angelegenheit 2 bis 3 Wochen brauchen um sie in unserem stressigen Alltag einzubringen, aber andere Angelegenheiten sich im letzten Moment noch im Terminplaner einbringen lassen.
Komisch, wie schwierig es ist anderen Leuten die gute Nachricht weiterzuerzählen, aber wie einfach es ist die letzten Gerüchte weiterzugeben.
Komisch, dass Witze im Internet sich sehr schnell verbreiten, aber wenn jemand anfängt Nachrichten über Gott zu verschicken, worin Gott verherrlicht wird, denken Menschen erst 2 mal nach, ob sie das auch weiterverschicken.
Komisch… Oder nicht? Lachst du…oder denkst du nach?
Verbreite die gute Nachricht und gebe Gott die Ehre, denn Er ist gut!
Komisch, wie viele Menschen aus deiner Adressliste diese Mail nicht bekommen weil du dir sicher bist, dass sie damit nichts anfangen können?
Komisch?
Traurig?
Stell dir vor, dir passiert folgendes:
An einem Morgen während eines Gottesdienstes sind 2000 Menschen zusammengekommen. Sie werden überrascht durch zwei Männer, die von Kopf bis Fuß in schwarz gekleidet sind und Maschinengewehre bei sich tragen. Einer der Beiden ruft: Alle in diesem Raum, die bereit sind, für Gott eine Kugel im Körper abzubekommen, bleiben stehen wo sie sind! Gleich darauf fliehen die Meisten der 2000 Menschen aus dem Saal. Von den 2000 Menschen bleiben ungefähr 20 Menschen stehen. Der Mann, der den Befehl gesprochen hat, zieht seine schwarze Kleidung aus, guckt den Prediger an und sagt zu ihm: Okay, Pastor, ich habe alle Heuchler enttarnt! Jetzt können sie mit der Predigt anfangen! Ich wünsche Ihnen weiterhin einen schönen Tag! Die beiden Männer drehen sich um und gehen weg.
Seltsam, wie einfach Menschen Gott verleugnen, und sich fragen warum die Welt….??
Seltsam, dass wir glauben was in der Zeitung steht, aber daran zweifeln was in der Bibel steht.
Seltsam, dass jeder in den Himmel kommen will und dennoch annimmt, dass man nicht glauben, nicht denken, nicht tun und nicht sagen muss, was in der Bibel steht. Ist das manchmal zu beängstigend??
Seltsam, wie jemand sagen kann: Ich glaube an Gott! aber dann trotzdem dem Teufel folgt (der übrigens auch an Gott glaubt).
Seltsam, wie die Witze sich per Mail sehr schnell verbreiten, aber wenn man anfängt über Gott, kratzt man sich eben am Kopf bevor man es weitersendet.
Seltsam, wie obszöne, grobe, gewalttätige und okkulte (etc.) Mails frei übers Netz verbreitet werden können, aber öffentliche Diskussionen über Gott in den Schulen und auf der Arbeit unterdrückt werden.
Seltsam, nicht wahr??
Komisch, dass du dir mehr Gedanken machst darüber, wie die Menschen über dich denken als wie Gott über dich denkt.
Natürlich kannst du diese Mail einfach so wegklicken, als ob sie dich nicht angesprochen hat. Komisch… Oder nicht??
Nachtrag zu “Mein Weg zu Jesus”
05. Feb
Offenbar habe ich in einem früheren Eintrag bei manchem einen falschen Eindruck erweckt, eventuell Gefühle verletzt. Deshalb habe ich entchieden, noch einen Nachtrag zu schreiben.
Es war nie meine Absicht, dass es so aussah als hätte es nie Menschen gegeben, die mir auf die Füße helfen wollten. Eigentlich hatte ich genau deshalb dieses Thema bewusst ausgeklammert, doch hat wohl eben das einen falschen Eindruck hinterlassen. Es gab sehr woh Personen, die mir helfen wollten und es in gewissem Umfang auch getan haben. Aber ich weiß auch, dass ich es ihnen, ob nun bewusst oder unbewusst, wohl nicht selten ziemlich schwer gemacht habe, das zu tun.
Ich möchte keine Namen nennen, die betroffenen Personen werden wissen, dass sie gemeint sind. Was ich aber möchte ist, mich auf diesem Weg bei diesen Leuten entschuldigen und ihnen danken. Danke, dass ihr wenigstens versucht habt für mich da zu sein, auch wenn ich mich bestimmt oft abgekapselt habe oder es euch auf andere Weise schwer gemacht habe.
Getröstet
18. Jan
Es ist jetzt etwa zwölf Jahre her, dass meine Tante gestorben ist.
Als ich ein Kind war, waren wir oft bei meiner Tante. Nicht nur, weil sie Friseurin gelernt hatte und uns immer die Haare geschnitten hat – auch waren meine Mutter und sie beste Freunde. Gleichzeitig war sie diejenige, die alle möglichen Familienfeste organisiert hat und immer irgendwo mit angepackt hatte. Sei es, dass sie beim Kochen geholfen hat, beim Einkauf, beim Dekorieren…
Kurz gesagt: meine Tante war die gute Seele unserer Familie. Oft genug hat sie sich für alles Mögliche ein Bein ausgerissen, und nie kam auch nur irgendein böses Wort über ihre Lippen. Und immer vertraute sie darauf, dass nie der schlimmste Fall eintrat – nach dem Motto: “Immer wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.”
Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? oder: Was werden wir trinken? oder: Womit werden wir uns kleiden? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt.
(Matthäus 6: 31-32)
Und danach lebte meine Tante. Und es war wahr. Meine Mutter hatte mir einmal eine kleine Geschichte erzählt:
Es war schon vor vielen Jahren, da rief meine Tante einmal bei uns an. Sie fragte, ob vielleicht einer von uns seine Haare geschnitten bräuchte. Meine Mutter sagte eigentlich nicht, aber sie redete dann noch kurz mit meinem Vater. Der meinte, wir könnten ruhig hin, nächste oder übernächste Woche wären wir eh da gewesen. So fuhren wir hin und wir Kinder haben unsere Haare geschnitten bekommen. Als meine Mutter ihr dann ein wenig Geld dafür gab, sagte meine Tante dann, dass sie deshalb angerufen hatte, weil es bei ihr bis zum Ende des Monats sehr knapp geworden ist mit dem Geld und sie nicht gewusst hättte, wie sie sonst Essen auf den Tisch hätte bringen sollen.
Irgendwann bekam meine Tante dann gesundheitliche Schwierigkeiten. Immer häufiger war sie erschöpft, und viele aus meiner Familie haben gemeint, es liege einfach daran, dass sie nur noch am Arbeiten wäre. Sie müsse einfach kürzer treten, dann würde es schon wieder bergauf gehen. Auf dem siebzigsten Geburtstag meines Opas sah sie dann schon sehr übel aus. Einige hatten gemeint, sie gehöre nach Hause ins Bett, aber sie sagte nur, sie hätte es sich nicht nehmen lassen wollen, den Geburtstag ihres Vaters mit ihm zu feiern. “Wie lange habe ich noch die Gelegenheit dazu?”
Sie sollte Recht behalten – wenn auch auf andere Weise, wie sie es gedacht hatte.
Wenig später ging sie zum Arzt, der sie sofort nach Oldenburg in die Uniklinik einweisen ließ. Diagnose: Krebs, spätes Stadium. Sie wurde dann in ein künstliches Koma versetzt und der Krebs wurde behandelt. Da diagnostizierten die Ärzte dann bei ihr auch noch eine Lungenentzündung. Solange die nicht geheilt war, konnte der Krebs nicht weiter behandelt werden. Und an dieser Lungenentzündung, die sich als sehr hartnäckig herausstellte, ist sie dann gestorben. Ihr Immunsystem war mit dem Krebs UND der Lungenentzündung schlicht überfordert.
Das ist jetzt zwölf Jahre her. Als sie beerdigt wurde, war ich nicht mit auf dem Friedhof, meine Eltern hatten gemeint, es wäre nichts für uns Kinder (ich war zu diesem Zeitpunkt 13 Jahre alt). Auch später war ich nicht an ihrem Grab.
Zehn Jahre hat es gedauert, bis ich mich getraut habe, das Grab meiner TantFamile zu besuchen, zu tief saß die Trauer und zu sehr hatte ich sie verdrängt. Damals war sie mit Ausnahme meiner Eltern der einzige Mensch, mit dem ich ein derart enges Verhältnis hatte. Aber irgendwann habe ich einfach gemerkt, dass ich irgendwann endlich einmal an ihrem Grab gestanden haben musste.
Als ich vor dem Friedhofstor stand, bekam ich Angst. Mir wuchs schon ein Kloß im Hals, meine Knie wurden weich und ich hätte es fast doch nicht fertig gebracht, hinzugehen. Aber als ich mir dann einen Ruck gab, traute ich mich und ging zu ihrem Grab. Als ich da stand, hatte es mich dann getroffen: Mir kamen die Tränen, als ich auf das Grab herunter schaute. Ich ging in die Knie und konnte nur noch weinen. Ich fühlte den ganzen Schmerz, den ich zehn Jahre lang einfach nicht zugelassen hatte.
Da spürte ich auf einmal, wie mich jemand in den Arm nahm. Aber nirgends in meiner Nähe stand jemand. Gott war da und tröstete mich. Er trug mich mit meinen Schmerz und brachte es fertig, dass es mir wieder besser ging. Ich hätte es allein nicht mehr vom Grab weg geschafft, hätte geheult wie ein Schlosshund. aber Gott wischte meine Tränen weg und hielt mich im Arm. Wie ein Vater sein weinendes Kind.
Gott kann in mein Herz blicken und weiß, was mir am Meisten weh tut. Und das ist das Schöne daran. Er ist immer genau dann bei mir, wenn ich alleine nicht weiter kann.
Ich habe mir einmal ein Kärtchen gekauft, auf dem folgende Geschichte steht:
Eines Nachts hatte ich einen Traum: Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, dass an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.
Besorgt fragte ich den Herrn: “Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdeckte ich, dass in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?”
Da antwortete er: “Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.”
(Margaret Fishback Powers)
Mein Weg zu Jesus
17. Dez
In meiner Familie wurde mehr oder weniger ein gewisser Glaube gelebt. Ganz in katholischer Tradition stehend wurde nie bezweifelt, dass es Gott und Jesus gibt und dass Jesus Gottes Sohn ist. Aber wirklich tief hatte sich nie jemand damit beschäftigt. Dementsprechend waren wir auch nur an Weihnachten und an solchen Feiertagen wie Taufen oder Hochzeiten in der Kirche zu finden.
Wirklich gläubig war ich daher nie, nicht als Kind und schon gar nicht als Jugendlicher.
Trotz Allem war ich immer anders als die anderen Kinder. Ich war immer etwas eigenbrötlerisch und zurückhaltend, weshalb ich auch nie viele Freunde hatte. Ich hatte nie den Mut, andere Menschen anzusprechen, und die anderen Kinder kümmerten sich nie großartig um mich.
In meiner Teenagerzeit wurde das allerdings schlimmer. Nach und nach wurde ich von meiner Umwelt regelrecht ausgegrenzt. Als ruhiger, stiller, zurückhaltender Mensch passte ich nicht in die laute, extrovertierte Welt der Jugendlichen, und schon bald wurde ich das Lieblingsopfer der typischen “Bullys”.
Eine Mobbing-Geschichte begann, die mir sehr zusetzen sollte.
Zuerst gab ich mir Mühe, im Rahmen meiner Möglichkeiten wie die Anderen zu sein – ich stylte mir die Haare, ging auf Parties und in die Disco, trank Alkohol (obwohl bis auf sehr wenige Ausnahmen nie bis in den Rausch). Gebracht hat es allerdings nichts, ich blieb weiter allein.
Irgendwann gab ich dann mir selbst an allem Möglichem die Schuld: dass andere (vermeintlich) nichts mit mir zu tun haben wollten, dass ich nicht wie die anderen bin, dass ich so allein bin, dass ich gemobbt wurde. An Allem war ich in meinen Augen selbst schuld. Sogar an Dingen, an denen ich gar nicht schuld sein konnte.
Jahrelang bestimmteen Angst und Depressionen mein Leben. Mein eigenes Bild von mir sah so aus: Ich kann nichts, keiner kann mich leiden. Unglückliches Verliebtsein, einerseits mit der Angst es zu gestehen, andererseits mit der Ablehnung, nagte dann noch zusätzlich an meinem Selbstbewusstsein. Immer wieder streuten sich sogar Selbstmordgedanken in mein Denken.
Ich habe damals gedacht, dass ich nie wieder aus dieser Situation, aus diesen Gefühlen und diesem Denken, herauskommen würde.
Dann kam ich durch Sunny (inzwischen meine Ehefrau) seit Langem wieder das erste Mal mit dem christlichen Glauben in Berührung. Sie war schon seit Langem Christ und hatte schon vor Jahren ihr leben Jesus übergeben, und irgendwann, als ich ihr mal wieder von meinen Problemen und Selbstvorwürfen erzählt habe, gab sie mir den Rat, doch einmal in der Bibel zu lesen und zu beten.
Meine Gedanken, dass ich allein sei, waren nach wie vor in meinem Kopf, als ich das erste Mal seit Jahren wieder die Bibel aufschlug. Und dann stieß ich auf folgenden Vers:
Gepriesen sei der Herr, der wunderbar an mir gehandelt und mir seine Güte erwiesen hat zur Zeit der Bedrängnis.
Ich aber dachte in meiner Angst: Ich bin aus deiner Nähe verstoßen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, als ich zu dir um Hilfe rief.(Psalm 31:22f., Einheitsübersetzung)
Dieser Vers traf mich mitten in mein Herz. Hatte ich mich doch bisher allein und von Allem verlassen gefühlt, dass niemand mein Klagen hörte (ich habe es ja nie gesagt, trug es immer nur in meinem Herzen herum), so sagte mir dieser Vers, dass Gott mich eben doch hört und doch bei mir ist. Als ich dann das erste Mal seit Langem wieder betete, war ich so gerührt, dass ich weinen musste.
Ab da wollte ich mehr wissen über diesen Gott. Ich las in der Bibel und redete oft mit Sunny darüber. Irgendwann riet sie mir, eine Gemeinde zu suchen. Und so fuhr ich, nachdem ich eine Weile mit mir gerungen hatte, eines Sonntags zu einer Baptistengemeinde in Lingen.
Nach dem Gottesdienst – der ganz anders war als alles, was ich dahingehend bisher kannte – traf ich dort eine Arbeitskollegin von mir, die mich ein paar anderen Jugendlichen vorstellte. Robert, der Jugendleiter, lud mich dann ein, am darauffolgenden Mittwoch in die Jugendstunde zu kommen.
Und so ging ich hin. Fast jede Woche. Und fast jede Woche ging ich in den Gotteesdienst. Langsam aber sicher fing Gott an, in mir zu arbeiten.
Ich erfuhr, dass Gott mich so liebt wie ich bin, mit allen Fehlern.
Ich erfuhr, dass Jesus Christus am Kreuz gestorben ist, damit meine Schuld vergeben wird.
Ich erfuhr, dass alles, was ich tun musste, war, dieses Opfer anzunehmen.
Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
(Johannes 3:16, Einheitsübersetzung)
Für mich war es vorher unvorstellbar, dass ich geliebt werden könnte, und doch ist es so. Ich fing an, mich zu fragen, was ich tun musste, um diese Beziehung festzumachen.
Meine Bekehrung fand dann schließlich “in 2 Schritten” statt.
Es war an einem Sonntagmorgen Anfang Dezember 2006, als ein Evangelist namens John Das in unsere Gemeinde kam und predigte. Er redete davon, wie nah Gott ist und wie sehr er uns liebt. Als er dann dazu aufrief, dass alle, die ihr Leben mit Jesus leben wollen, nach vorne kommen oder die Hand heben sollen, hob ich die Hand – nach vorne zu gehen, wo jeder mich sieht, davor hatte ich Angst.
In der darauffolgenden Nacht hatte ich einen sehr echt wirkenden Traum:
Es war mir, als hörte ich Sunnys Stimme, so wie ich sie vom Telefon her kannte (wir hatten uns zu diesem Zeitpunkt bisher noch nie getroffen, aber seit Monaten miteinander telefoniert). Diese Stimme war klar und deutlich. Ich wusste, es war ein Traum und die Stimme war nicht echt – doch die Stimme redete beruhigend auf mich ein. Mit einem Mal spürte ich, wie etwas an meiner Bettdecke zog – ich erschrak und wurde schlagartig wach, um mich herum spürte ich eine dämonische Kälte. Total verängstigt schrieb ich Sunny eine SMS, daraufhin rief sie mich an und versuchte, mich zu beruhigen. Ich erzählte ihr, dass ich das Gefühl hatte, Satan wolle mich holen. Als ich mich einigermaßen beruhigt hatte, war mir klar, wenn ich nicht mit Jesus lebe, dann wird er mich irgendwann wirklich in seiner Gewalt haben. Als ich dann mit meiner Frau betete, gab ich mein Leben Jesus hin.
Seit ich mein Leben mit Jesus lebe, hat sich viel geändert. Ich habe mehr Hoffnung und Lebensmut bekommen und bin ein offenerer Mensch geworden. Trotzdem weiß ich, dass ich noch lange kein perfekter Mensch bin und dass Gott mich noch sehr formen kann und will. Doch ich weiß, dass er nur das Bestee für mich will und dass ich bei ihm bestens aufgehoben bin.
