Ein Norddeutscher im Exil
Rezensionen
Ein neues Universum tut sich auf
08. Mrz
Vor ein paar Wochen war es endlich soweit: “Stargate: Universe” startete in Deutschland. Und ich ließ es mir natürlich nicht nehmen, mir den Piloten anzuschauen. Der ist zwar eine Weile her, aber mittwochs ist nicht unbedingt mein Fernsehtag
Überraschung in der Post
28. Dez
Wir schreiben den 14. November 2009. Ganz Gallien ist von den Römern besetzt Da flattert ein nettes Briefchen in die Post der Wicherts aus Wiesbaden: Eine in Ibbenbüren ansässige Online-Druckerei schreibt, man habe mein Blog entdeckt und für gut befunden würde sich freuen, wenn ich mal einen Beitrag über sie verfasse. Dazu schicke man mir einen Gutschein über 35 Euro.
Ich dachte mir: OK, mach ich mal, wenn ich nichts dafür bezahlen muss. Erst bastelte ich mir eine eigene Visitenkarte zusammen – in Word, dann das Ganze als PDF hochgeladen. Das lief nicht zu hundert Prozent ohne Probleme. Erst softwareseitig bei mir – aus meinem Word-Dokument mit Maßen von 91 mal 61 Millimeter ein entsprechend großes PDF zu machen hat zuerst nicht recht geklappt. Als diese Klippe aber umschifft war und ich bei der Querformat-Visitenkarte mein PDF hochlud, zweiter Stolperstein: mein PDF wurde als Hochformat erkannt. Ließ sich aber leicht umschiffen, indem ich ein Hochformat als Visitenkarte auswählte. Ich sollte der Fairness halber allerdings erwähnen, dass auch JPG- und TIF-Bilddateien als Design zugelassen sind, sofern sie mindestens 300 dpi haben.
Als zweites Produkt nahm ich Adressetiketten im Midi-Format (55 x 25 mm). Hier wählte ich ein bereits vorgefertigtes Design aus und trug meine Daten ein. Ging alles ganz gut, ich hatte nichts zu meckern. Bei dieser kleinen Größe kann man keine eigenen Designs hochladen, dafür aber, wenn man eine Nummer größer nimmt. Man kann sich auch sein Visitenkartendesign direkt aus dem Warenkorb heraus als Aufkleber mit derselben Größe erstellen lassen.
Alles in Allem bin ich bei diesen Produkten bei einem Preis von 19,80 € zzgl. Versand von 4,60 €. Mir erscheint das als guter Preis. Aber halten die Produkte auch, was sie versprechen?
Nach einer Weile trudelte bei mir eine E-Mail ein: Mit meinem selbstgestalteten Visitenkartendesign käme man nicht zurecht, weil nicht die notwendigen Ränder eingestellt waren. Ich wurde gebeten, eine Datei mit den notwendigen Rändern hochzuladen. Diesen Fehler konnte ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen, weil ich zum Einen bei der Erstellung des Designs auf notwendige Seitenränder (zwecks Schnittkanten) geachtet hatte, zum Anderen weil mir beim Hochladen auch kein Fehler gemeldet wurde. Bereits hier hätte man doch eigentlich schon eine Fehlerprüfung einbauen können.
Leider hatte ich es versäumt, ein neues Design hochzuladen – ganz davon abgesehen, dass ich nicht gewusst hätte, wie ich es hätte erstellen sollen. Also wurden mir nur die Adressaufkleber zugesandt. Diese aber sahen, soweit mein kurzer Blick vor meinem Weihnachtsurlaub ausreichte, sehr gut aus.
Zusammengefasst bin ich mit der Bestellung verhalten zufrieden. Die Stolpersteine bei der Erstellung eines eigenen Visitenkartendesigns sind etwas unangenehm, hier sollte noch ein wenig daran gearbeitet werden (vielleicht kann man auch eine Direktunterstützung von Word-Dokumenten einbauen). Also, liebe Jungs und Mädels von Logiprint: Ihr seid schon nicht schlecht, aber da ist noch Luft nach oben!
“Illuminati” rezensiert
13. Jul
Seit meinem letzten Besuch bei meinen Eltern vor ca. 3 Wochen bin ich vertieft gewesen in Dan Browns zweitem Roman “Illuminati”, den ich am Samstag Abend endlich durch hatte. “Endlich”, damit ich ihn endlich rezensieren kann
Auch wenn “Illuminati” (Originaltitel: “Angels and Demons”) der zweite verfilmte Roman Browns nach “Sakrilieg” ist, so ist er doch noch VOR “Sakrilieg” geschrieben worden. Im Roman dreht sich die Handlung um einen Einbruch im CERN, einer Top-Forschungseinrichtung in der Schweiz, in der der Physiker und katholische Priester Leonardo Vetra mit dem Large Hadron Collider (dem gößten Teilchenbeschleuniger der Welt, manche werden von ihm im Zusammenhang mit der “künstlichen Erzeugung schwarzer Löcher” gehört haben) experimentiert und dabei sogenannte Antimaterie erschafft. Diese Antimaterie erzeugt, wenn sie mit normaler Materie reagiert, schon in geringen Mengen enorme Energie, so dass ein Viertelgramm ausreicht, um eine Explosion mit einen gut einen halben Quadratkilometer großen Explosionskrater erzeugen zu können. Beim Einbruch findet Vetra den Tod, und das Brandzeichen auf der Brust des Wissenschaftlers erweckt das Interesse des Harvard-Professors für Kunstgeschichte Robert Langdon – es scheint ein Siegel der verloren geglaubten Bruderschaft der Illuminati zu sein. Nach einem Rundgang durch Vetras Labor stellt sich heraus, dasss ein Behälter mit Antimaterie gestohlen wurde, irgendwo im Vatikan versteckt wurde und droht, um Mitternacht in einem gewaltigen Lichtblitz zu detonieren. Langdon und Vetras Adoptivtochter Vittoria reisen in den Vatikan, um den Behälter zu finden und den Mord an Vittorias Vater aufzuklären…
“Illuminati” war nach “Diabolus” (den ich auch schon gelesen und rezensiert habe) Browns zweiter Roman und der erste, den Brown professionell produzierte (“Diabolus” war eher ein privates Projekt Browns). Brown hat mit “Diabolus” erste Thrillererfahrungen gesammelt, die ihm bei “Illuminati” durchaus zugute kamen: wo bei “Diabolus” gelegentlich schon früh offensichtlich war, wie manche Dinge aussahen, so steckt “Illuminati” voller überraschender Wendungen, besonders zum Ende des Romans hin. Auch geht die Handlung ziemlich flott los, und sie behält das Tempo bis zum Schluss bei – denn die Handlung findet innerhalb von 24 Stunden statt! Ein bißchen erinnert der Roman dabei vielleicht an die Serie “24″ (ich muss zugeben, ich habe nicht eine Folge davon gesehen). Gleichzeitig rankt sich um das gerade stattfindende Konklave eine mystische Geschichte um die Papstwahl und den Vatikan selbst, nicht zu vergessen die Schnitzeljagd durch Rom und den Vatikan, auf der Suche nach einem Attentäter, der die vier Kardinäle mit den größten Aussichten auf den Papstposten gekidnappt hat und angekündigt hat, sie zu töten…
Damit ich nicht zuviel von der Handlung verrate, mache ich hier mal Schluss. Ich kann “Illuminati” für Anhänger von packenden Stories und Unterhaltungsliteratur bedenkenlos empfehlen – wer allerdings tiefgründige Gedanken oder Gesellschaftskritik in Romanen sehen will, der wird enttäuscht werden. Was übig bleibt, ist ein Actionthriller, der einem immer durch spannende Cliffhanger am Ende der einzelnen Kapitel wieder zum Weiterlesen animiert.
Kühn ausgeholt – Lehrer getroffen
07. Jul
Seit geraumer Zeit, genau seit dem medialen Aufsehen unmittelbar nach seiner Veröffentlichung (unter Anderem ein Bericht bei stern TV) stand ein Buch bei mir auf der “Zu-Lesen-Liste”: “Das Lehrerhasserbuch” von Lotte Kühn.
Der Untertiteel dieses Buches lautet “Eine Mutter rechnet ab” – und genauso liest es sich auch. Das Buch wirkt wie eine Abrechnung mit den Lehrern ihrer Kinder – selten wird auch nur ein gutes Haar an den portraitierten Lehrkräften gelassen, es kommt so rüber als ob ihre Kinder von echten Flachpfeifen unterrichtet würden und man sie bedauern müsste, allein durch Lehrerversagen ungebildete Kinder zu bekommen. Sogar die Namen, die Kühn den Lehrern gibt (“Herr Trinkaus”, “Frau Friedensreich-Bedürftig”, …) lassen Rückschlüsse auf die Charaktereigenschaften schließen. Es gibt bei der ganzen Geschichte nur einen Knackpunkt: Es gibt nicht ausschließlich schlechte Lehrer, und ich will behaupten, dass bis auf eine oder zwei Ausnahmen die portraitierten Lehrer auch durchaus ihre Stärken gehabt haben.
Ich bin ehrlich gesagt von diesem Buch enttäuscht, habe ich mir doch mehr konstruktive Vorschläge einer Mutter am Bildungssystem und an den Lehrern erhofft. Stattdessen ist es ein zwar zusammenhängender, aber dennoch nicht mit Argumenten untermauerter Rundumschlag gegen den Beruf Lehrer – daran kann das letzte Kapitel, in dem von guten Lehrern geredet wird, leider nicht hinwegdeuten.
Für diejenigen, die ein Buch erwarten, dass einen konstruktiven Beitrag zur Bildungsdiskussion leistet, ist dieses Buch nichts. Der Titel spricht (leider) Bände.
Teuflisch spannend
21. Jan
Innerhalb von ein paar Tagen habe ich mein Weihnachtsgeschenk, den Roman “Diabolus” von Dan Brown (übrigens dessen Erstlingswerk), schnurstracks durchgelesen, angespornt durch ein “Wettlesen” mit meiner Frau
Hier nun eine kleine Rezension.
Affig, aber gut
27. Aug
Manche von Euch werden das wohl kennen: der Markt ist inzwischen von Dutzenden und Aberdutzenden der verschiedensten mp3-Player-Modelle überschwemmt, vom “besseren USB-Stick” mit 2-Zeilen-Display über Handys mit mehr oder minder guten integrierten mp3-Wiedergabefunktionen bis hin zu festplatten- oder Flash-Speicher-gestützten Boliden, die mehrere Gigabyte schlucken und sogar videofähig sind. Doch wer keins der schönen Geräte mit einem angebissenen Stück Obst als Logo drauf sein Eigen nennt, der schielt vielleicht – so wie ich – neidvoll auf die gute Kombination aus iPod und iTunes.
“Starship Troopers” rezensiert
22. Jan
Wie angekündigt, habe ich mir den Roman “Starship Troopers” von Robert A. Heinlein mal vorgenommen und ihn durchgelesen. Hier könnt ihr jetzt lesen, was mir so alles als Gedanken dazu kamen (Diese Rezension steht im identischen Wortlaut auch bei amazon.de).
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