Verfasst von Matthias unter Blog
Am 09.06.2009 feierte eine sehr berühmte Persönlichkeit ihren Geburtstag: Donald Duck wurde 75. Grund genug für mich, mal ein paar Worte darüber zu verlieren.
Ich erinnere mich noch an meinen ersteen bewussten Kontakt mit Disney-Comics: Ich war damals 7, lag mit einem Armbruch im Krankenhaus (Es war ein komplizierter Bruch, der eine OP nach sich zog, und hey, es ist schon 19 Jahre her) und langweilte mich zu Tode. Im Lesen war ich schon recht fit, und so brachten mir meine Eltern den Band “Goldene Träume” (kennt einer grad die Nummer?) des “Lustigen Taschenbuchs” mit. Ich war sofort begeistert von dieser bunten Welt, und neben Detektiv Micky Maus hatte es mir die Ente Donald, seines Zeichens Tollpatsch und ewiger Verlierer, besonders angetan.
Seitdem verbrachte ich viele Stunden mit dem Lesen diversester Disney-Comics, von “Donald Duck” über “Micky Maus” bis hin zum “Lustigen Taschenbuch” war alles dabei, eine Zeit lang sogar, dank meiner Eltern, im Abonnement. Mit 11 Jahren stieß ich dann in der Schulbücherei auf Sammelbände mit “richtig alten” Donald-Duck-Comics aus der Feder von Carl Barks und Don Rosa. Besonders an diesen Geschichten habe ich bis heute einen Narren gefressen, denn die Zeichnungen und Erzählweisen von Barks und Rosa sind für mich nach wie vor unerreicht.
In den meisten Geschichten war Donald entwedder den Launen seines Onkels Dagobert ausgesetzt oder, wenn auf sich allein gestellt, meist der Verlierer. Dass es aber auch anders geht, sollten die italienischen Disney-Comiczeichner zeigen: Sie kreierten mit der Figur “Phantomias” (der Name leitet sich ab vom Superschurken “Fantomas” aus der gleichnamigen Filmreihe) ein Alter Ego für Donald, das, immer siegreich, mit dem verbrechen in Entenhausen des Nachts aufräumt, ganz in bester “Batman”-Manier mit allerlei von Superhirn und Universalgenie Daniel Düsentrieb erfundenen Gadgets. Tagsüber der trottelige Tollpatsch in der Hängematte, nachts der Schrecken der Entenhausener Unterwelt. Und nur der Leser wusste bescheid
Ich habe auch die TV-Serie “Duck Tales” geliebt und mag sie immer noch – aber eine Duck-Geschichte ohne Donald ist dann irgendwo doch nicht dasselbe. Und immer noch genieße ich gelegentlich Geschichten mit der trotteligen Ente – sie begleitet mich seit meiner Kindheit und wird mich bestimmt bis ins hohe Alter begleiten.
Herzlichen Glückwunsch, Donald!