Ein Norddeutscher im Exil
Beiträge getaggt mit Literatur
Buchstock
01. Mrz
Der liebe Stefan hat ein Stöckchen, dass der Norman aufgefangen hat. Mir wurde es zwar nicht zugeworfen, aber ich habe es trotzdem mal aufgehoben, weil es um ins meiner Lieblingsthemen geht: Bücher.
Was liest Du gerade?
“Schein und Sein” von Joana Brouwer. Mehr oder weniger zwangsweise. Aber die zwei Kapitel, die ich bisher gelesen habe, sind recht interessant…
Welches Buch hat dich zuletzt sehr beeindruckt?
Ich habe schon eine ganze Weile kein Buch mehr richtig durchgelesen. Das Letzte war “Zweigestirn” von Tobias Königshausen und Thomas Mersch. Wirklich beeindruckt hat es mich nicht, war eher ein durchschnittlicher Roman. Es gibt ohnehin kaum Bücher, die mich so richtig beeindruckt haben.
Sammelst Du irgendetwas?
Spontan würde ich sagen Bücher und DVDs. Davon lagern jede Menge in unserem Regal.
Schreibst Du Widmungen in Bücher?
Ich kann mich nicht daran erinnern, das jemals gemacht zu haben.
Schreibst Du Namen in Deine Bücher?
Mal ja, mal nein. Es gibt ein paar Bücher, in denen mein/unser Name steht. Der Großteil unserer “Bibliothek” daheim ist aber noch ohne Namen drin.
Welches Buch hast Du doppelt?
“Hope” von Florence Joy. War ein dummer Zufall: Ich wollte meiner Frau ein Geschenk machen und hatte vollkommen vergessen, dass sie das Buch schon hatte…
Von wem würdest Du Dir gern etwas vorlesen lassen?
Manche halten ja meine Stimme für eine, der man gerne zuhört
Ich wüsste auf Anhieb nicht, von wem ich mir gern einmal etwas vorlesen lassen würde. Ehrlich nicht.
Sitzt Du im Kino lieber am Gang oder in der Mitte?
Vom Schauen her eher in der Mitte. Dabei verbaue ich mir aber den “Fluchtweg”
Aber ich bin eh nicht oft im Kino. Leider.
Welche ist Deine liebste Romanfigur?
Ich denke, das ist Holden Caulfield aus “Der Fänger im Roggen” von J. D. Salinger. Ich habe mich beim ersten Lesen in vielen Dingen in ihm wiedererkannt. Was mich daran erinnert, das Buch vielleicht mal wieder zu lesen…
Nach welchem System ordnest Du Deine Bücher daheim?
Bisher nach keinem System – alles steht wahllos im Regal. Wobei die größeren Bücher (Bildbände und Ähnliches) natürlich mehr Platz brauchen. Da man in der Regel eher kleinere Bücher hat, stehen die großen ziemlich zusammen, ansonsten ist aber kein klares System vorhanden.
Lesen: Vor dem ins Bett gehen oder nach dem Aufstehen?
Eher vor dem ins Bett gehen. Wenn überhaupt. Leider halte ich’s nicht so richtig damit…
Welches Buch würdest Du Deinem größten Feind schenken?
Damit ist bestimmt eigentlich gemeint, welches Buch ich für richtig, richtig schlecht halte, stimmt’s?
Danach gehend wüsste ich spontan keins. Jedes Buch hat eine gewisse Daseinsberechtigung, und selbst eher schlechteren Büchern kann ich durchaus etwas abgewinnen. Welches Buch für mich aber durchaus eher eine Quälerei war, das war “Jagd auf Roter Oktober” von Tom Clancy. Die Handlung (das weiß ich durch den Film) ist zwar sehr spannend, aber das Buch quälend langweilig geschrieben.
Hardcover oder Paperback?
Paperbacks sind, allein schon aufgrund des günstigen Preises, immens praktisch. Klar sehen Hardcover, am Besten noch mit Schutzumschlag, besser aus. Aber zum Mitnehmen sind sie mir etwas zu anfällig.
Ich frage mich aber, warum nicht auch nach eBooks gefragt wurde…
Zeitung aus Papier oder im Netz?
Eher aus dem Netz. Da kann man sich schneller und aktueller informieren. Ich mag es aber auch, mich beim Zeitung lesen auf dem Sofa zu entspannen..
Von welchem Buch bist Du zum ersten Mal so richtig gefesselt worden?
Ich denke, das war “Alan and Naomi” von Myron Levoy. Eine sehr bewegende Geschichte, leider ohne Happy End…
Deine liebste Literaturverfilmung?
So viele habe ich noch nicht gesehen, zumindest nicht wissentlich. Geschweige denn gelesen. Aber ein paar haben schon Eindruck hinterlassen. “Jagd auf Roter Oktober” fand ich recht gut, und zu “Forrest Gump” gibt es auch eine Romanvorlage. Die habe ich bisher aber noch nicht gelesen. “Starship Troopers” hat eher wenig mit der Romanvorlage zu tun, obwohl beide gut sind. Welche Literaturverfilmung aber sicher noch auf meinem Plan steht, ist “Der Vorleser”, nach dem Roman von Bernhard Schlink, und “Same Same but different”, nach dem autobiographischen Roman “Wohin du auch gehst” von Benjamin Prüfer. Da steht aber erst noch der Roman an, und der Film kommt soweit ich es im Kopf habe erst im Sommer.
Tägliche oder wöchentliche Pflichtlektüre?
Da gibt es keine wesentliche, wenn man von den RSS-Feeds diverser Blogs und News-Seiten absieht. Die klammere ich hier aber eher aus.
Bevorzugte Urlaubslektüre?
Dazu muss ich erst einmal im Urlaub zum Lesen kommen
Liebstes Kinderbuch?
Zählen die “5 Freunde”? Die habe ich als Kind mehr oder weniger verschlungen
Welches Buch sollte jeder Mensch gelesen haben?
Die Bibel. Alleine schon, weil das christliche Werteverständnis viele Länder der westlichen Welt (unter Anderem Europa und die USA) stark geprägt hat. Wobei ich aber auch zugeben muss, dass der Text, je nach Übersetzung, schwierig zu verstehen sein kann.
Weitergereicht wird dieses Holz an die Sunny, das Nebelkind und die Vollblutmami. Hoffe, ihr könnt was damit anfangen
Futter für Leseratten
25. Nov
Ich habe mir mal zwei Listen vorgenommen, die ich vor schon etwas längerer Zeit bei Julia gefunden habe. Konkret sind es Listen über die meistgelesenen Bücher in Großbritannien (erste Liste) und Deutschland (zweite Liste). Netter Fakt hierzu: angeblich haben die meisten Briten aus der Liste nur 6 Bücher gelesen…
Hier also die britische Liste. es gilt: fett = von mir gelesen, Kommentare in [] dahinter.
- Stolz und Vorurteil (Pride and Prejudice) – Jane Austen
- Herr der Ringe (The Lord of the Rings) – JRR Tolkien (englisch)
- Jane Eyre – Charlotte Brontë
- Harry Potter – JK Rowling
- Wer die Nachtigall stört (To kill a Mockingbird) – Harper Lee
- Die Bibel [Noch lange nicht durch, aber als Ziel.]
- Sturmhöhe (Wuthering Heights) – Emily Brontë
- 1984 (Nineteen Eighty Four) – George Orwell
- Der goldene Kompass, Das magische Messer und das Bernstein-Teleskop (His Dark Materials) – Philip Pullman
- Große Erwartungen (Great Expectations) – Charles Dickens
- Betty und ihre Schwestern (Little Women) – Louisa M Alcott
- Tess (Tess of the D’Urbervilles) – Thomas Hardy
- Catch 22 – Joseph Heller
- Alle Werke von Shakespeare (Complete Works of Shakespeare)
- Rebecca – Daphne Du Maurier
- Der kleine Hobbit (The Hobbit) – JRR Tolkien
- Birdsong – Sebastian Faulk
- Der Fänger im Roggen (Catcher in the Rye) – JD Salinger [Deutsch und Englisch, eins der wenigen Bücher, die mich während meiner Schulzeit richtig begeistern konnten. Leider war der Lehrer eher langweilig...]
- Die Frau des Zeitreisenden (The Time Traveler’s Wife) – Audrey Niffenegger
- Middlemarch – George Eliot
- Vom Winde verweht (Gone With The Wind) – Margaret Mitchell
- Der große Gatsby (The Great Gatsby) – Scott Fitzgerald
- Bleak House – Charles Dickens
- Krieg und Frieden (War and Peace) – Leo Tolstoy
- Die Anhalter Saga; Trilogie in 5 Bänden (The Hitch Hiker’s Guide to the Galaxy) – Douglas Adams [Die ersten 2 Teile waren genial, danach nahm vor Allem die Qualität des Humors deutlich ab. Der fünfte Teil war dann nur noch Krampf irgendwie.]
- Wiedersehen mit Brideshead (Brideshead Revisited) – Evelyn Waugh
- Verbrechen und Strafe (Crime and Punishment) – Fyodor Dostoyevsky
- Früchte des Zorns (Grapes of Wrath) – John Steinbeck
- Alice im Wunderland (Alice in Wonderland) – Lewis Carroll
- Wind in den Weiden (The Wind in the Willows) – Kenneth Grahame
- Anna Karenina – Leo Tolstoy
- David Copperfield – Charles Dickens
- Die Chroniken von Narnia (Chronicles of Narnia) – CS Lewis
- Emma – Jane Austen
- Überredung (Persuasion) – Jane Austen
- Die Abenteuer im Wandschrank oder Der Löwe und die Hexe (The Lion, The Witch and The Wardrobe) – CS Lewis
- Drachenläufer (The Kite Runner) – Khaled Hossein
- Corellis Mandoline (Captain Corelli’s Mandolin) – Louis De Bernieres
- Die Geisha (Memoirs of a Geisha) – Arthur Golden
- Winnie Puuh (Winnie the Pooh) – AA Milne
- Farm der Tiere (Animal Farm) – George Orwell
- Sakrileg (The Da Vinci Code) – Dan Brown [Angefangen, aber abgebrochen. Was nicht an der schreiberischen Qualität lag.]
- Hundert Jahre Einsamkeit (One Hundred Years of Solitude) – Gabriel Garcia Marquez
- Owen Meaney (A Prayer for Owen Meaney) – John Irving
- Die Frau in Weiß (The Woman in White) – Wilkie Collins
- Anne auf Green Gables (Anne of Green Gables) – LM Montgomery
- Am grünen Rand der Welt (Far From The Madding Crowd) – Thomas Hardy
- Der Report der Magd (The Handmaid’s Tale) – Margaret Atwood
- Der Herr der Fliegen (Lord of the Flies) – William Golding [Buch nicht gelesen, aber Film gesehen.]
- Abbitte (Atonement) – Ian McEwan
- Schiffbruch mit Tiger (Life of Pi) – Yann Martel
- Der Wüstenplanet (Dune) – Frank Herbert
- Cold Comfort Farm
- Verstand und Gefühl (Sense and Sensibility) – Jane Austen
- Eine gute Partie (A Suitable Boy) – Vikram Seth
- Im Schatten des Windes (The Shadow of the Wind) – Carlos Ruiz Zafon
- Eine Geschichte aus zwei Städten (A Tale Of Two Cities) – Charles Dickens
- Schöne neue Welt (Brave New World) – Aldous Huxley
- Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone (The Curious Incident of the Dog in the Night) – Mark Haddon
- Die Liebe in den Zeiten der Cholera (Love In The Time Of Cholera) – Gabriel Garcia Marquez
- Von Mäusen und Menschen (Of Mice and Men) – John Steinbeck
- Lolita – Vladimir Nabokov
- Die geheime Geschichte (The Secret History) – Donna Tartt
- In meinem Himmel (The Lovely Bones) – Alice Sebold
- Der Graf von Monte Christo (Count of Monte Cristo) – Alexandre Dumas
- Unterwegs (On The Road) – Jack Kerouac
- Herzen in Aufruhr (Jude the Obscure) – Thomas Hardy
- Das Tagebuch der Bridget Jones (Bridget Jones’s Diary) – Helen Fielding
- Mitternachtskinder (Midnight’s Children) – Salman Rushdie
- Moby Dick – Herman Melville
- Oliver Twist – Charles Dickens
- Dracula – Bram Stoker
- Der geheime Garten (The Secret Garden) – Frances Hodgson Burnett
- Reif für die Insel (Notes From A Small Island) – Bill Bryson
- Ulysses – James Joyce
- Inferno (The Inferno) – Dante
- Der Kampf um die Insel (Swallows and Amazons) – Arthur Ransome
- Germinal – Emile Zola
- Jahrmarkt der Eitelkeiten (Vanity Fair) – William Makepeace Thackeray
- Besessen (Possession) – AS Byatt
- Eine Weihnachtsgeschichte (A Christmas Carol) – Charles Dickens
- Der Wolkenatlas (Cloud Atlas) – David Mitchell
- Die Farbe Lila (The Color Purple) – Alice Walker
- Was vom Tage übrig blieb (The Remains of the Day) – Kazuo Ishiguro
- Madame Bovary – Gustave Flaubert
- Das Gleichgewicht der Welt (A Fine Balance) – Rohinton Mistry
- Schweinchen Wilbur und seine Freunde (Charlotte’s Web) – EB White
- Fünf Menschen, die Dir im Himmel begegnen (The Five People You Meet In Heaven) – Mitch Albom
- Adventures of Sherlock Holmes – Sir Arthur Conan Doyle
- The Faraway Tree Collection – Enid Blyton
- Herz der Finsternis (Heart of Darkness) – Joseph Conrad
- Der kleine Prinz (The Little Prince) – Antoine De Saint-Exupery
- Die Wespenfabrik (The Wasp Factory) – Iain Banks
- Unten am Fluss (Watership Down) – Richard Adams
- Ignaz oder die Verschwörung der Idioten (A Confederacy of Dunces) – John Kennedy Toole
- Eine Stadt wie Alice (A Town Like Alice) – Nevil Shute
- Die drei Musketiere (The Three Musketeers) – Alexandre Dumas
- Hamlet – William Shakespeare
- Charlie und die Schokoladenfabrik (Charlie and the Chocolate Factory) – Roald Dahl
- Les Miserables – Victor Hugo
Hier die deutsche Liste. Doppelungen mit der oberen Liste habe ich der Einfachheit halber einmal drin gelassen.
- Der Herr der Ringe (Tolkien, John Ronald Reuel)
- Die Bibel
- Die Säulen der Erde (Follett, Ken)
- Das Parfum (Süskind, Patrick)
- Der kleine Prinz (Saint-Exupéry, Antoine de)
- Die Buddenbrooks (Mann, Thomas)
- Der Medicus (Gordon, Noah)
- Der Alchimist (Coelho, Paulo)
- Harry Potter und der Stein der Weisen (Rowling, Joanne K.)
- Die Päpstin (Cross, Donna W.)
- Tintenherz (Funke, Cornelia)
- Feuer und Stein (Gabaldon, Diana)
- Das Geisterhaus (Allende, Isabel)
- Der Vorleser (Schlink, Bernhard)
- Faust. Der Tragödie erster Teil (Goethe, Johann Wolfgang von)
- Der Schatten des Windes (Ruiz Zafón, Carlos)
- Stolz und Vorurteil (Austen, Jane)
- Der Name der Rose (Eco, Umberto)
- Illuminati (Brown, Dan)
- Effi Briest (Fontane, Theodor)
- Harry Potter und der Orden des Phönix (Rowling, Joanne K.)
- Der Zauberberg (Mann, Thomas)
- Vom Winde verweht (Mitchell, Margaret)
- Siddhartha (Hesse, Hermann)
- Die Entdeckung des Himmels (Mulisch, Harry)
- Die unendliche Geschichte (Ende, Michael)
- Das verborgene Wort (Hahn, Ulla)
- Die Asche meiner Mutter (McCourt, Frank)
- Narziß und Goldmund (Hesse, Hermann)
- Die Nebel von Avalon (Zimmer Bradley, Marion)
- Deutschstunde (Lenz, Siegfried)
- Die Glut (Márai, Sándor)
- Homo Faber (Frisch, Max)
- Die Entdeckung der Langsamkeit (Nadolny, Sten)
- Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (Kundera, Milan)
- Hundert Jahre Einsamkeit (García Márquez, Gabriel)
- Owen Meany (Irving, John)
- Sofies Welt (Gaarder, Jostein)
- Per Anhalter durch die Galaxis (Adams, Douglas)
- Die Wand (Haushofer, Marlen)
- Gottes Werk und Teufels Beitrag (Irving, John)
- Die Liebe in den Zeiten der Cholera (García Márquez, Gabriel)
- Der Stechlin (Fontane, Theodor)
- Der Steppenwolf (Hesse, Hermann)
- Wer die Nachtigall stört… (Lee, Harper)
- Joseph und seine Brüder (Mann, Thomas)
- Der Laden (Strittmatter, Erwin)
- Die Blechtrommel (Grass, Günter)
- Im Westen nichts Neues (Remarque, Erich Maria)
- Der Schwarm (Schätzing, Frank)
Summa summarum: von der britischen Liste habe ich 5, von der deutschen ebenfalls 5 Bücher bereits gelesen. Muss ich mich jetzt als Lesemuffel fühlen? Schließlich liege ich unter dem britischen Durchschnitt…
Auf der anderen Seite vermisse ich auf den Listen ein paar sehr gute Titel. Als Beispiele seien hier einmal “Am kürzeren Ende der Sonnenallee” von Thomas Brussig, “Starship Troopers” von Robert A. Heinlein (welches ich hier rezensiert habe) oder “Blade Runner”/”Träumen Androiden von elektrischen Schafen?” von Philip K. Dick. Vielleicht ist mein Lesegeschmack einfach nicht so sehr Massen- oder Bestsellerorientiert. Eine lange Zeit lang habe ich aber auch so gut wie nichts gelesen. Das führe ich auf “traumatische Erlebnisse” in meiner Schulzeit zurück, wo mir die Freude am Lesen unter Anderem mit Texten von Theodor Fontane, Annette von Droste-Hülshoff oder Johann Wolfgang von Goethe, allem Voran aber mit Lyrik und der nahezu fanatischen Suche nach einer (wahrscheinlich gar nicht erst vorhandenen) tieferen Aussage verleidet wurde. Habe ich als Einziger solche Erfahrungen gemacht?
“Illuminati” rezensiert
13. Jul
Seit meinem letzten Besuch bei meinen Eltern vor ca. 3 Wochen bin ich vertieft gewesen in Dan Browns zweitem Roman “Illuminati”, den ich am Samstag Abend endlich durch hatte. “Endlich”, damit ich ihn endlich rezensieren kann
Auch wenn “Illuminati” (Originaltitel: “Angels and Demons”) der zweite verfilmte Roman Browns nach “Sakrilieg” ist, so ist er doch noch VOR “Sakrilieg” geschrieben worden. Im Roman dreht sich die Handlung um einen Einbruch im CERN, einer Top-Forschungseinrichtung in der Schweiz, in der der Physiker und katholische Priester Leonardo Vetra mit dem Large Hadron Collider (dem gößten Teilchenbeschleuniger der Welt, manche werden von ihm im Zusammenhang mit der “künstlichen Erzeugung schwarzer Löcher” gehört haben) experimentiert und dabei sogenannte Antimaterie erschafft. Diese Antimaterie erzeugt, wenn sie mit normaler Materie reagiert, schon in geringen Mengen enorme Energie, so dass ein Viertelgramm ausreicht, um eine Explosion mit einen gut einen halben Quadratkilometer großen Explosionskrater erzeugen zu können. Beim Einbruch findet Vetra den Tod, und das Brandzeichen auf der Brust des Wissenschaftlers erweckt das Interesse des Harvard-Professors für Kunstgeschichte Robert Langdon – es scheint ein Siegel der verloren geglaubten Bruderschaft der Illuminati zu sein. Nach einem Rundgang durch Vetras Labor stellt sich heraus, dasss ein Behälter mit Antimaterie gestohlen wurde, irgendwo im Vatikan versteckt wurde und droht, um Mitternacht in einem gewaltigen Lichtblitz zu detonieren. Langdon und Vetras Adoptivtochter Vittoria reisen in den Vatikan, um den Behälter zu finden und den Mord an Vittorias Vater aufzuklären…
“Illuminati” war nach “Diabolus” (den ich auch schon gelesen und rezensiert habe) Browns zweiter Roman und der erste, den Brown professionell produzierte (“Diabolus” war eher ein privates Projekt Browns). Brown hat mit “Diabolus” erste Thrillererfahrungen gesammelt, die ihm bei “Illuminati” durchaus zugute kamen: wo bei “Diabolus” gelegentlich schon früh offensichtlich war, wie manche Dinge aussahen, so steckt “Illuminati” voller überraschender Wendungen, besonders zum Ende des Romans hin. Auch geht die Handlung ziemlich flott los, und sie behält das Tempo bis zum Schluss bei – denn die Handlung findet innerhalb von 24 Stunden statt! Ein bißchen erinnert der Roman dabei vielleicht an die Serie “24″ (ich muss zugeben, ich habe nicht eine Folge davon gesehen). Gleichzeitig rankt sich um das gerade stattfindende Konklave eine mystische Geschichte um die Papstwahl und den Vatikan selbst, nicht zu vergessen die Schnitzeljagd durch Rom und den Vatikan, auf der Suche nach einem Attentäter, der die vier Kardinäle mit den größten Aussichten auf den Papstposten gekidnappt hat und angekündigt hat, sie zu töten…
Damit ich nicht zuviel von der Handlung verrate, mache ich hier mal Schluss. Ich kann “Illuminati” für Anhänger von packenden Stories und Unterhaltungsliteratur bedenkenlos empfehlen – wer allerdings tiefgründige Gedanken oder Gesellschaftskritik in Romanen sehen will, der wird enttäuscht werden. Was übig bleibt, ist ein Actionthriller, der einem immer durch spannende Cliffhanger am Ende der einzelnen Kapitel wieder zum Weiterlesen animiert.
Teuflisch spannend
21. Jan
Innerhalb von ein paar Tagen habe ich mein Weihnachtsgeschenk, den Roman “Diabolus” von Dan Brown (übrigens dessen Erstlingswerk), schnurstracks durchgelesen, angespornt durch ein “Wettlesen” mit meiner Frau
Hier nun eine kleine Rezension.
